Geburt & Tod

Im Normalfall wird sich eine Hexe sobald sie das entsprechende Alter erreicht hat einen Partner suchen und mit diesem ggf. für Nachwuchs sorgen. Nur wenige Hexen gehen hierbei dauerhafte Beziehungen und treue Partnerschaften ein. Viele von ihnen suchen sich auch einen in ihren Augen passenden Partner aus und verlassen diesen wieder, sobald sie merken dass Tsa, die Göttin für Geburt und Erneuerung, sie gesegnet hat. Manche Hexen gehen sogar so weit, dass sie Partner mittels Magie - sei es durch Zaubersprüche oder magische Tränke - gegen deren Willen dazu bringen sich mit ihnen zu verbinden. Oftmals wissen die Opfer einer solchen Nacht nicht einmal was sie getan haben, geschweige denn, dass sie einen Sohn oder eine Tochter haben. Einflussreiche, städtische Hexen die beispielsweise als Beraterinnen an einem Herrenhaus in Almada oder im Horasreich ihren Dienst tun, gehen jedoch manchmal auch dauerhaft eine Beziehung mit einem einflussreichen Mitglied des Hauses ein. Dann allerdings eher deshalb, weil sie sich für sich selbst einen gewissen Einfluss und Machtfaktor davon versprechen. Nichtsdestotrotz soll es auch Hexen geben die sich ehrlich verlieben und freiwillig eine ehrliche und treue Beziehung eingehen. Oftmals werden dabei andere naturverbundene Menschen z.B. Diener Sumus (Druiden) als Partner gewählt. Auch von einer dauerhaften Beziehung zwischen einer Hexe und einem Waldelfen hat man schon gehört.

Wenn für die Hexe die Zeit der Geburt gekommen ist wird sie versuchen möglichst schnell herauszufinden, ob das Kind die magische Gabe der Mutter geerbt hat. War der Vater ebenfalls magisch begabt ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch der Sprössling diese Fähigkeiten besitzt. In diesem Fall versucht die Hexe das Kind im Glauben der Satuarischen Gemeinschaft zu erziehen und ihr Wissen als Lehrerin an das Kind weiterzugeben. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handelt, so lange das Kind nur magisch begabt ist. War der Vater kein Zauberer, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass eine Tochter die Fähigkeiten der Mutter dennoch erbt. Wird in einem solchen Fall jedoch ein Junge geboren, so hat er die magische Gabe meist nicht geerbt.

Wenn sich herausstellt, dass das Kind keine Zauberkräfte besitzt, stehen die Hexen vor einem Gewissenskonflikt. Ein solches Kind wird nie den Zugang zur Gemeinschaft finden, und ein einames Leben führen müssen, wenn es nicht von Anfang an unter städtischen Bedingungen aufwächst. Unbegabte Kinder die jedoch einer dauerhaften Beziehung entspringen, bleiben meistens bei den Eltern und werden zu Jägern, Waldläufern oder Fischern ausgebildet. Auch Falkner oder Prospektoren finden sich unter ihnen. Ist die Beziehung der Eltern bereits zuvor aufgelöst worden entscheidet sich die Hexe meist gegen das Kind. Vielleicht versucht sie es dem Vater unterzuschieben in der Hoffnung, dass dieser sich darum kümmern wird. Alternativ setzt sie es im Wald aus, was den sicheren Tod bedeutet. Nur sehr wenige Hexen sind gewillt allein ein Kind in der Wildnis groß zu ziehen wenn sie wissen, dass es niemals eine Hexe werden wird.

Eine Besonderheit unter den Hexen stellen die Eigeborenen dar. Ab und an kommt es vor, dass eine Hexe statt eines Kindes ein Ei zur Welt bringt, aus dem nach einiger Zeit eine junge Hexe schlüpft. Diese Eigeborenen Hexen werden ihr Leben lang eine Sonderstellung in der Gemeinschaft genießen und körperlich nach dem dreißigsten Lebensjahr nicht mehr altern. Sie sind ausnahmslos von besonderer Schönheit und hoher Begabung, weshalb sie von Außenstehenden aber auch als besonders gefährlich eingestuft werden. Oft sind es diese Hexen die auch von einem besonders machtvollen Vertrauten erwählt und schon in recht jungem Alter zur Oberhexe eines Zirkels ernannt werden.

Wenn eine Hexe eines Tages stirbt, dann verlässt sie die Erde in dem festen Glauben zur Erdriesin Sumu zurückzukehren, und als Teil der Erde den zukünftigen Generationen dienlich zu sein. Wichtig bei der Bestattung der Toten ist also, dass sie die Möglichkeit haben in den Erdboden zu gelangen. Einfach verbrannt oder gar auf dem Wasser bestattet zu werden kommt für die Hexen nach ihrem Glauben also nicht in Frage. Sie legen Wert darauf dass sich die Pflanzen und Tiere die nach ihnen die Welt bevölkern von ihnen ernähren und die Kette des Lebens dadurch fortführen können.