Geheimnisse der Hexen

Die Töchter Satuarias hüten viele Geheimnisse. Einige von ihnen sind allen Hexen bekannt, andere sind so unbekannt, das selbst unter den Hexen nur die mächtigsten die Wahrheit kennen oder erahnen können. Hier findest du einige dieser Geheimnisse beschrieben.

 

Geheimnisse der Koscher Hexen

Im Kosch lebten seit jeher sehr viele Hexen, und den wenigsten Menschen ist bekannt, woher die Vorliebe der Töchter Satuarias für dieses Gebiet ihren Ursprung hat. Bekannt ist, dass sich unter den dort lebenden Hexen viele Töchter der Erde befinden, deren Vertrautentier die Koschkröte ist. Man ging daher davon aus, dass die Hexen einfach nur den Lebensraum des Vertrauten wählten. Zudem soll die Kraft Sumus im Kosch besonders stark sein. Eingeweihte wissen, dass es dort sehr viele Tanz- und Ritualplätze gibt. Anerkannte Oberhexe dieser Region und des ansässigen Zirkels ist Heidruna (siehe auch: Berühmtheiten). Sie hütet das Geheimnis um den legendären Krötenpott, einen monströsen und uralten Hexenkessel, in dem die Koscher Hexen überaus machtvolle Tränke zu brauen verstehen. Der Kessel ist stets von einem geisterhaften Leuchten umgeben, doch nur Heidruna ahnt die wahre Herkunft. Tatsächlich hat sie mit ihrer Vermutung, die sie jedoch noch nie offen aussprach, recht. Der Kessel ist einer der dreizehn Kessel der Urkräfte. (Einen anderen dieser Kessel können Helden in der Phileasson Saga finden und einsetzen; Hintergrundinformationen über die Kessel findest du in SRD auf Seite 55)

Ganz in der Nähe des Standortes des Kessels, befindet sich eine Statue im sumpfigen Boden. Sie ist das Abbild einer feisten hockenden Kröte. Die meisten Hexen glauben es handele sich um ein Abbild der Krötenmutter Rascharra, deren Aufenthaltsort im Kosch vermutet wird. In Wahrheit handelt es sich jedoch um einen echten Leviatan, der hier in einer Versteinerung gefangen ist und seit Jahrtausenden schlafend auf seine Erweckung wartet. Immer wenn der Planet Kor im Sternbild der Eidechse steht, wandern hunderte von Kröten zu dem steinernen Standbild, als würden sie von einer unhörbaren Stimme zur Verehrung der Statue herbeigerufen. Wie und warum dies geschieht, konnte bislang noch nicht entschlüsselt werden.

Die Hexe im Eisenwald

In den unzugänglichen und finsteren Bergwäldern des Eisenwaldes soll sich eine Hexe herumtreiben, die in ihrer Gier nach Macht und Unsterblichkeit einen Pakt mit der Erzdämonin Thargunitoth geschlossen haben soll. Machtvoll soll sie sein, nicht zu fassen in der Wildnis aus Wald und Fels und wie ein Geist ihr Unwesen treiben in den Lehen südlich des großen Flusses. Zahlreiche Geistererscheinungen und sogar mindere Vampire sollen die Passstraße unsicher machen und die Dörfer am Waldrand heimsuchen. Ein Geode, der die Quelle des Flusses bewacht, liefert sich nun schon seit vielen Jahren Duelle mit den Geschöpfen der dunklen Zauberin, ohne dass er sie e ganz hätte vertreiben können. Die Gerüchte um den Pakt entsprechen der Wahrheit. Allerdings liegt der Zauberin keinesfalls etwas daran die Menschen zu tyrannisieren. Vielmehr suchen ihre Kreaturen die Umgebung nach einem alten Artefakt aus der Zeit der Priesterkaiser ab, dass irgendwo in der Nähe verborgen sein soll. Angeblich verleiht es seinem Besitzer Macht über Leben und Tod...

Der Hexenzirkel der Brinasker Marschen

In Enqui, nahe der Brinasker Marschen, lebt eine Hexe mit Namen Natascha Plötzbogen. Sie kennt sich in den Marschen besser aus als jeder andere, und nutzt sie als Unterschlupf, da sie wenig von den Machthabern hält und sich gerne in die Einsamkeit zurückzieht. Hier hat sie, zusammen mit einigen Gleichgesinnten, einen eigenen Zirkel gegründet, der sich auch der Machthaberin der Töchter Satuarias in Thorwal - Tula von Skerdu - widersetzt. In den Marschen leben sie ungestört und nach ihren eigenen Vorlieben. Zumindest bis jetzt noch, denn Tula hat mittlerweile mitbekommen was dort vor sich geht und ist wenig erfreut über die Vorgänge hinter ihrem Rücken. Sie sieht ihre Autorität untergraben und wir gehen davon aus, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis einige ihrer Schwestern sich auf den Weg in die Marschen machen werden, um die Abtrünnigen zu strafen. Im Ernstfall hätte der noch junge Zirkel und seine wenigen Mitglieder nur wenig entgegenzusetzen, doch ihr Einfallsreichtum und Freiheitswillen könnten ihnen Vorteile verschaffen, zumal sie sich in den Marschen weit besser auskennen und Tulas Arroganz für sich zu nutzen wissen.

Gloranas dunkle Ränke

Die Magier der Runajasko zu Olport gelten als die erbittertsten Feinde der Eishexe Glorana, weshalb diese nach deren Vernichtung trachtet. Nach ihrer schlimmen Niederlage sinnt sie auf Rache und hat zu diesem Zweck einen Spion in der Akademie eingeschleust. Bjarni Ingaldsson, ein Abgänger der Akademie, hat sich vor zwei Jahren auf ihre Seite ziehen lassen und arbeitet nun als treuer Agent in ihren Diensten. Er ist in der Schule bekannt und beliebt, so dass Glorana über ihn jederzeit Zugang zur Akademie, ihren Räumlichkeiten und Persönlichkeiten hat. Bjarnis Hauptziel ist es, die Geheimnisse der Runenmagie zu rauben, wozu er sich aber zunächst das Vertrauen einiger wichtiger Leute erwerben muss. Glorana hat ihn hierzu einige Beherrschungs-, Verschleierungs-, und Liebeszauber gelehrt. Diese haben ihn seinem Ziel schon erheblich näher gebracht.

Adern der Kraft - Das Hexenband


Die nostrischen und andergastischen Wälder werden von einer Reihe astraler Kraftlinien durchzogen. Ihre genaue Lage und das Geheimnis ihrer Benutzung werden von den Hexen, Druiden und Schamanen eifersüchtig gehütet, so dass in Magierkreisen kaum etwas darüber bekannt ist. Von überregionaler Bedeutung sind dabei zwei Linien. Zum einen “Das Hexenband”, das von Salza über Arras de Mott und Dragenfeld bis zu den Walbergen verläuft, und zum anderen “Madas Kelch”, der einen sichelförmigen Bogen von der Elfenwiege Sala Mandra bis zum Herzen des Waldes beschreibt. Auf diesem Bogen liegen der Berg Silberkrone im Rorwhed, der Hilvalskopf in den Blutzinnen, ein geheimer Versammlungsort der Druiden im Steineichenwald und die Kalkklippen von Hallerû. Orte, die entsprechend gerne für Hexentreffen genutzt werden. Die Stärke der Linie schwankt mit den Mondphasen, soll aber insgesamt in den letzen Jahrzehnten stetig gewachsen sein.

Die Levthansweibchen

Es gibt elf so genannte “Levthansweibchen”. Sie leben einzeln in den waldreichen Bergen östlich des Walsach zwischen Otra und Walserwacht. Aber auch wenn sie nicht zusammen wohnen, so stehen sie in ständigem Gedankenaustausch miteinander, oder übermitteln ihre Botschaften mit Hilfe ihrer Vertrauten, großen weiblichen Katzentieren. Ihre Hütten, die im Umkreis von etwa dreißig Meilen um die Hursachquelle liegen, sind so angelegt, dass sie eine magische Figur ergeben. Der Knotenpunkt der Kraftlinien, die zwischen den Hütten verlaufen, fällt genau mit der Hursachquelle zusammen. Die Komplizierte Anordnung der Behausungen ist auch der Grund, warum die Levthansweibchen keine Schwestern in den Zirkel aufnehmen, denn dann müssten sie ihre Hütten einreißen und an völlig neuer Stelle aufbauen. Nur wenn eine von ihnen stirbt - freiwillig hat noch keine den Zirkel verlassen - sind sie gezwungen, ein neues Mitglied zu werben. Bei Neumond kommen die Levthansweibchen an der Hursachquelle zusammen, tauschen Erfahrungen aus, kochen die Salbe die “weich macht” für ihr Ritual, salben sich ein und beginnen schließlich den Beschwörungstanz, mit dem sie Levthan herbeilocken wollen. Das Rezept um die Salbe kennen nur die Levthansweibchen und es bedarf ihrer gemeinsamen Kraft, um die Salbe zu brauen. (Regeltechnisch kannman das Rezept als “Berufsgeheimnis” behandeln).  Die Salbe wirkt, abgesehen davon dass sie “weich macht”, ähnlich wie Tharf. Wenn man sich selbst und seine/n Geliebte/n damit einschmiert, empfindet man den eigenen Körper und den des Partners als vollkommen, und erlebt den Liebesakt wesentlich intensiver. Ziel ihres Zirkels ist es, Satuaria und Levthan miteinander zu versöhnen. Sie tauschen ihre Salbe bei “Rassia der Roten” gegen Lebensmittel, Stoffe, Flugsalbe und Hausrat ein. Das Efferdfest besuchen sie deshalb nicht, weil sie sich nur Levthan unterordnen, niemals aber einem anderen Menschen. Zum Ingerimmfest in Notmark hingegen reisen sie gelegentlich.